Nihonga

»Nihonga?«

Der Titel einer Serie, deren erste Werke kurz vor den Corona-Lockdowns gezeigt wurden, sorgte für Irritationen. Dabei wurde nichts anderes akzentuiert als ein Schritt der Rückbesinnung, ein Bündeln erarbeiteter Fähigkeiten und Konzentration auf Wesentliches. Und Wesentliches wird in der Moderne durch Verzicht erworben: Verzicht auf Zentralperspektive, Verzicht und Umdeutung von Formalismen, Verzicht von Überflüssigem, schmückendes Beiwerk wird aus der Kunst verbannt. Ornament, wie Loos proklamiert, wird zum Verbrechen. 

Bis Gegenströmungen genau das, was lange verpönt, nunmehr nicht nur befreien, sondern als Edikt fordern: Überflüssiges wird zum stilbildenden
künstlerischen Mittel. 

Gefahr, sich im Dickicht des postmodernen Zitierens, des sich wiederholenden und abnutzenden Beiwerks zu verlieren, besteht, genau wie zu verdorren im Nützlichkeitsdenken der Moderne.

Ab und zu tut Besinnung not. 

 

Und warum »Nihonga«?

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